Appartmenthotel Hexenanger, Söll

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Der Name „Söll“ (früher Sel) kommt aus dem mittelhochdeutschen Wort Selida, was soviel wie Herberge bedeutet.

Taleinwärts steht die Wallfahrstkapelle Stampfanger (um 1600, der heiligen Maria geweiht) auf einem Felsen, auch oft „zum Stein“ genannt. Christliche Kapellen wurden fast immer über vorchristlichen Kultstätten errichtet um den kultischen Ort neu zu besetzen.

„Stampfanger“ bezeichnet einen festgestampften Dorfplatz, welcher in germanischer Zeit oft außerhalb des Dorfes gelegen war (Marktplatz, Feste, gemeinsames Schlachten, Ratsversammlungen „Thing“).

Der Baugrund liegt unterhalb dieser vormals keltischen Kultstätte im Bereich eines frühmittelalterlichen Dorfplatzes, der nach eineinhalb Jahrtausenden nun wieder Gestalt annimmt. Hexenwasser ist daher nicht nur Marketingstrategie, sondern lebendige Geschichte am Ort.

HEXENANGER – ein Appartmenthotel der Hexen(extra)klasse

Konzept: Das „Rathaus“ beherrscht im Süden den Platz. Dort findet sich die Rezeption ein und es ist der Haupterschließungspunkt zum Platz und zu den Tiefgaragen. Im EG ist an die Rezeption ein Cafe mit der kleiner Einkaufsmöglichkeit angeschlossen (frisches Gebäck o.ä.). Am Abend ist es Bar und Treffpunkt. In den Obergeschossen sind Appartments.

Das „Badl“ an der Südwestecke des Dorfes lädt nach dem Schifahren oder Wandern zur gemeinsamen Saunieren und Kneippen ein und man kann die letzten Sonnenstrahlen gemeinsam genießen.

Die sogenannten Hexenhäuser entwickeln durch ihre Form und Lage vielfältige Grundrisse bis ins Dach und individuelle Qualitäten. Das Dorf erzeugt zwanglose Nachbarschaften und eine Atmosphäre einer besonderen Gemeinschaft durch das architektonische Ambiente.

Der Dorfplatz dient kleinen Veranstaltungen im Jahresverlauf (Oster- und Weihnachtsmärkte, Bauernmarkt etc.) . Nach Osten und nach Westen sichern kleine Gassen eine Durchlichtung im Tagesverlauf und „Schleichwege“ nach da und dort. Das Rathaus im Süden dient auch als „Windbrecher“ am Abend.

Zwischen „Rathaus“ und „Bäck“ entsteht die „Dorfgasse“. Es ist der wichtigste Verbindungsweg zwischen Bahn und Piste zu den Parkplätzen im Osten. Der Bäck öffnet sich im Norden in kuscheligen Fenster-Sitz-Nischen zur Gasse hin. Das Rats-Cafe „Thing“ gegenüber komplettiert die Szene. Da ist was los – so wird aus einer reinen Zweckverbindung ein Sehen und Gesehen werden.

Das Bergbahnbüro mit den Kassen und der Kinderbetreuung sitzen über dem Bäck Das Obergeschoss komplettiert das Dorf-Ensemble und wird auf der Südseite zum Wahrzeichen des Erholungsgebietes.

Die Talstation „Stampfanger“ wird mit einer großen Holzfachwerkkonstruktion überspannt. Zwei Rolltreppen führen direkt zum Schiverleih, ein warmes Bus-Wartehäuschen wird integriert. Nach Westen ist das Gebäude mit einer Glasfassade verschlossen, nach Osten wird die Technik in Szene gesetzt.

Die Kornkammer steht in der Verlängerung der Dorfgasse und bildet einen kulinarischen Treffpunkt. Im traditionell-alpinen Ambiente werden von der Tiroler Küche bis hin zum Kaiserschmarren österreichische Schmankerl serviert.

 


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